Die Sauerei mit den Ferkeln.

Ferkel

In Deutschland werden jährlich etwa 20 Millionen Ferkeln in der ersten Woche ihres Lebens die Hoden weggeschnitten. Um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern. Das passiert ohne Betäubung – bei vollem Bewusstsein, bei vollem Schmerz. Und das deutsche Tierschutzgesetz erlaubt diese Qual.

Man könnte auch betäuben. Aber das würde ja Geld kosten. Ein paar Cents nur. Die will sich der Bauer sparen. Nicht alle. Aber die meisten. Und das sind viele. Schließlich ist Deutschland größter Produzent von Schweinefleisch. Lobenswerte Ausnahmen: die Bauern auf 32 Höfen, die sich dem NEULAND-Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung angeschlossen haben, die betäuben und garantieren das.

Wenn also Schweinefleisch – dann nur von denen oder überhaupt nicht.

Bauern, denen ihre wirtschaftlichen Interessen wichtiger sind als die Schmerzen ihrer Tiere wollen wir nicht. Boykottieren wir sie mit ihren Produkten. Und wünschen wir ihnen im deutschen Handel einen Menschen wie Klaas van den Doel, Geschäftsführer des niederländischen Lebensmittelhandelsverbandes CBL, der kurz und bündig feststellte: „Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren passe nicht mehr in die heutige Zeit. Deshalb würden die Supermärkte in den Niederlanden ab 2009 kein Fleisch mehr verkaufen, das von Schweinen stammt, die diese Tortur erlitten hätten.” Bravo. Warum nicht auch in Deutschland so?

Ein dickes Lob dem Herrn van den Doel. Und eine saftige Protest-E-Mail an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Frau Ilse Aigner, die sie wachrütteln soll, dass die betäubungslose Kastrationsmethode zutiefst verabscheuungswürdig ist und sie ihren Einfluss geltend machen solle, das Tierschutzgesetz zu ändern und das betäubungslose Kastrieren von Ferkeln zu verbieten!

E-Mail ist vom deutschen Tierschutzbund – auch textlich – vorbereitet. Einfach hier klicken und abschicken. Je mehr es tun, desto größer die Chance, die schmerzliche Qual von Ferkeln zu beenden.

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Autor: Der Herausgeber
Datum: Mittwoch, 14. Mai 2008 11:04
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6 Kommentare

  1. 1

    Na, schrecklich, das Ganze. Habe meine ganze Sippschaft aufgefordert, dem Seehofer Emails zu schicken. Der muss voll zugedeckt werden mit den Dingern. Es kann doch wohl nicht sein, dass in einem Land, das sich als besonders tierliebend empfindet, weiterhin solche Schweinereien passieren.

  2. 2

    Ich glaube, wirkungsvoller als das beste Tierschutzgesetz wäre, wenn man mit den Bauern das gleiche tun würde, was die mit ihren Ferkeln tun.

  3. 3

    So einen Klaas van den Doel müsste es auch für den deutschen Lebensmittelhandel geben. Das wäre gut. Hat jemand eine Ahnung, wen man bei uns im Lebensmittelhandel ansprechen kann, doch bitte auch so zu handeln, wie der gute van den Doel handelt?

  4. 4

    Ja, Lucas, hier kannst Du Dich hinwenden:

    Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVL)
    Am Weidendamm 1A
    10117 Berlin

    Tel.: 030/726250 – 80
    Fax: 030/726250 – 85
    eMail: bvl@einzelhandel.de
    http://www.lebensmittelhandel-bvl.de

    Hauptgeschäftsführer: Michael Gerling

    Viel Erfolg!

  5. 5

    Danke für den Hinweis, Jonas. Finde ich sehr nett von Dir, dass die Info so prompt gekommen ist.

  6. 6

    Was Menschen den Tieren aus Profitsucht so antun – schrecklich! Da kann man nur hoffen, dass möglichst viele den NEULAND-Verein unterstützen und ihr Fleisch von den NEULAND-Bauern beziehen.

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